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Veranstaltungshinweis „Meditieren lernen“ mit Zen-Trainerin Verena Förderer

Jeder Mensch geht einen Weg. Der Weg zum Wesentlichen wird Zen genannt. 

Einstiegsseminar in die Zen-Meditation

Am Samstag, den 25.11.2017, veranstaltet unsere Daishin-Zen-Zendo wieder ein Einstiegsseminar, „Meditieren Lernen“. Die Veranstaltung wird angeleitet von Verena Förderer, Zen-Trainerin im Zen-Kloster Buchenberg und systemische Supervisorin,  sowie von Sabine Mayer-Dölle und Thomas Dölle von der Zendo Ulm.

Vorgesehener Ablauf

  • Einführung in die Zen-Meditation
  • Integration der Meditation in den Alltag
  • Vortrag und Fragerunde
  • Sitzen in Kraft und Stille
  • Kinhin ( Gehmeditation )
  • Sarei ( Teezeremonie )
  • Rezitation

Für diejenigen, die bereits längere Zeit in unserer Zendo meditieren, gibt es von 10.00 – 12.00 Uhr die Möglichkeit zum „Taiwa“. Hierbei handelt es sich um ein Gespräch mit einem Meditationslehrer oder einem erfahrenen Schüler.

Ort: Hochschule für Gestaltung Ulm
Am Hochsträß  8
89081 Ulm

Zeit: 12.00 Uhr – 16.30 Uhr

Kosten: 28 EUR (im Preis inbegriffen ist ein kleiner Imbiss)

Um die Veranstaltung gut vorbereiten zu können, bitten wir um eine verbindliche Anmeldung sowohl für das Taiwa als auch die Zen-Einführung.

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Sarei – wir trinken Tee

Sarei – wir trinken Tee

Sarei – dieses kleine Ritual fügt sich wie selbstverständlich ein in den Ablauf einer Zazen-Meditiation. Wieso ist das so und was sind die Ursprünge dieser Tradition?

Chajing - Teeklassiker
Lu Yu – Chajing

Der Genuss von Tee in China läßt sich bereits für das achte Jahrhundert nachweisen durch das Buch „Chajing“ (Tee-Klassiker) von Lu Yu (728-804). Sehr wahrscheinlich wurden einige Teepflanzen sowie das Wissen über die Zubereitung des Tees und über das Teetrinken von japanischen Mönchen im achten oder neunten Jahrhundert nach Japan gebracht, wo 815 erstmalig Teetrinken erwähnt wird. Die Zubereitung des Tees erfolgte damals allerdings anders als heute mit Teeziegeln und Gewürzen und war geschmacklich nicht mit dem heutigen Tee vergleichbar. Vermutlich fand das Ergebnis keinen Anklang in Japan und Tee geriet in Vergessenheit.

 

 

Rinzai Zenmeister Eisai
Myoan Eisai

Von dem Mönch Myoan Eisai (1141-1215) wurde zusammen mit der Rinzai-Schule des Zen auch erneut das Wissen um die Teezubereitung und auch wieder Teepflanzen von China nach Japan gebracht. Die Teeblätter wurden wie in der heutigen Form als Grüntee-Pulver aufbereitet. Tee wurde vor allem in Zen-Klöstern geschätzt, da ihm nachgesagt wurde, dass er der Gesundheit diene und die lange Meditation erleichtere. Teetrinken wurde traditioneller Bestandteil der Übungen des Zen-Wegs.

 

 

 

Teemeister Rikyu
Sen no Rikyu

Auf der anderen Seite haben sich der japanische Teeweg (Chado) und die Teezeremonie (Chanoyu) als Kunstform aus dem Zen entwickelt. Als Begründer der Teezeremonie gilt Murata Shuko (1423-1502, auch Shoko geschrieben), ein Schüler von Ikkyu Sojun vom Daitokuji Tempel. Ihm wird der bekannte Spruch zugeschrieben: „Zen und Tee haben gleichen Geschmack“. Von Sen no Rikyu (1521-1591) wurde die Teezeremonie zu der im Wesentlichen heute noch üblichen Form weiterentwickelt. Er fasste ihre Prinzipien in dem Ausdruck „wakei seijaku“ zusammen, gebildet aus „wa“ (Harmonie), „kei“ (Respekt), „sei“ (Reinheit) und „jaku“ (Stille). Wer sich mehr für die japanische Tee-Zeremonie und ihre Geschichte interessiert, findet etwa auf der Website der The Urasenke Foundation  weitere Informationen.

 

Grüntee
Eine Schale Grüntee

Die Teezeremonie im Zen wird „Sarei“ genannt. Sie wird zu Beginn einer Meditationssitzung oder auch zwischen zwei Meditationsabschnitten durchgeführt und ist wesentlich kürzer als die Chanoyu, die durchaus mehrere Stunden dauern kann. Für die Zubereitung wird grüner Blatt-Tee, also kein Tee-Pulver, verwendet und der Tee vom Teegeber (jisha) an die Meditierenden ausgegeben. Der Tee wird in vier Schlucken getrunken, die von den Worten „Klarheit, Respekt, Harmonie, Stille“ begleitet werden. Diese stehen für die Prinzipien der Tee-Zeremonie und sie führen die Meditierenden in ihre Übung.

Klarheit steht für die Klarheit des Raumes und des Geistes. Nichts im umgebenden Raum ist überflüssig, alles dient dem Zweck der Meditation. Der Geist richtet sich auf die Gegenwart, auf den gerade jetzt existierenden Moment der Zeit, auf das Wesentliche.

Respekt steht für die Achtung vor den Anwesenden, mit denen gemeinsam der Tee getrunken wird, für die Achtung vor den Gegenständen, durch die das Teetrinken möglich ist, vor dem langen Weg vom Tee-Setzling zur Schale Tee in der Hand und auch für die Einbindung in die Tradition des Rituals, das schon seit Jahrhunderten von Menschen im gleichen Geiste durchgeführt wurde und auch nach uns durchgeführt werden wird.

Harmonie entsteht mit den Anwesenden in dem Moment, in dem es für jeden nichts anderes gibt als Teetrinken, wenn die Bewegungen jedes Einzelnen mit denen der übrigen in rituellem Zusammenhang stehen und sich so für diesen Moment eine Gemeinschaft bildet.

Stille leitet über in die weitere Meditation, in der alles Störende, alle störenden Gedanken in den Hintergrund treten und nur die Übung bleibt.

Auch im Alltag bietet sich beim Teetrinken (aber auch beim Kaffeetrinken oder beim Essen) die Gelegenheit, sich für eine kurze Zeit seiner selbst, seiner Gedanken und seiner Umgebung gewahr zu werden. Wer möchte, denkt dabei an die vier Worte aus dem Sarei. Manchmal versteht man hinterher sich und seine Umgebung etwas besser.

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Veranstaltung Einführung in Zen Meditation in Ulm

Einführung in Zen Meditation in Ulm

Am 29.04.2017 fand unsere erste Veranstaltung „Zen-Einführung“ statt. Referentin war die Meditationslehrerin Waltraud Peppel vom Daishin Zen Kloster Buchenberg, die uns die verschiedenen Formen bei der Meditation und die Grundlagen des Daishin-Zen erklärte. Die Meditation war sehr kraftvoll, wir empfanden die Gesprächsatmosphäre angenehm und die Anregungen hilfreich für weitere Planungen. Ein Hinweis war, Meditationstage oder auch halbe Tage in Ulm anzubieten. Dies werden wir weiter verfolgen. Wir freuen uns auch sehr darüber, dass wir jetzt auch einige der Teilnehmer, die bisher noch nicht an den Dienstags-Meditationsabenden teilgenommen hatten, nun in unserer Runde begrüßen dürfen. Vielen Dank an alle Teilnehmer und besonders an Waltraud.

Ausblick auf unsere nächste „Zen-Einführung“

Für unsere nächste „Einführung in Zen-Meditation“  stehen schon einige Eckdaten fest.

  • Der Termin ist Samstag, der 25. November 2017,  ganztägig
  • Vom Kloster Buchenberg werden der Abt und Zen-Meister, Hinnerk Polenski und Verena Förderer, Psychotherapeutin und Meditationslehrerin, unsere besonderen Gäste sein (21.07.2017 – Hinnerk Polenski ist leider verhindert. Verena Förderer wird die Einführung leiten).
  •  Die Veranstaltung ist in Räumen der ehemaligen Hochschule für Gestaltung (hfg) in Ulm auf dem Oberen Kuhberg
  •  Wir planen mit ca. 35-45 teilnehmenden Personen bei Voranmeldung
  • Für ein vegetarisches Catering wird gesorgt

Nach der gelungenen Veranstaltung im Februar mit Hinnerk in der Sparkasse mit 200 Teilnehmern und der Zen-Einführung im April mit 15 Teilnehmern freuen wir uns auf den November und hoffen, Daishin-Zen weiter in Ulm etablieren zu können.

Paeonia Pfingstrose Veranstaltung Einführung in Daishin Zen in UlmDie Pfingstrose (paeonia):

In der chinesischen Kultur versinnbildlicht die Pfingstrose Reichtum und Glück,
in Japan steht sie für weibliche Schönheit und langes Leben.
Hier ist sie einfach ein Vorbote des Sommers.

Allen ein kraftvolles Meditieren.

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Einführung in Zen Meditation am 29.04.2017

Am Samstag, den 29. April 2017, findet im Ulmer Haus am Fluss eine Einführung in die Zen-Meditation statt. Referentin und Übungsleiterin ist Waltraud Peppel, Meditationslehrerin vom Daishin Zen Kloster und Seminarzentrum Buchenberg im Allgäu, sowie Sabine Mayer-Dölle und Thomas Dölle von Daishin Zen Ulm..

Beginn ist um 12:30, Ende ist um ca. 17:30.  Der Kostenbeitrag beträgt €30,- bzw. €50,- für Paare.

Um Anmeldung wird gebeten. Sie können sich über die Mail-Adresse info@daishin-zen-ulm.de  (s. Kontakt)
oder auch telefonisch unter 0151 44239013 anmelden.

Die Veranstaltung findet statt im

Haus am Fluß
3. OG
Magirus-Deutz-Straße 2
89077 Ulm

Das  vorläufige Programm ist

  • Einführung in Zen und Form
  • Kleiner Imbiss / Pause
  • Erste Meditationsrunden
  • Zen im Alltag verankern
  • Tee-Zeremonie, Zen-Meditation und Kinhin (Geh-Meditation)
  • Schlussreflexion

Das Programm  kann sich noch geringfügig ändern und richtet sich auch nach den Wünschen der Teilnehmer/innen.

Zur Teilnahme empfiehlt sich bequeme, lockere Bekleidung, mit der man auch auf Sitzkissen oder niedrigen Hockern einige Zeit sitzen kann.

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Vortrag von Hinnerk Polenski in Ulm am 16. Februar 2017

Vortrag Zen und Führungskräfte
Hinnerk Polenski im Sparkassenforum Ulm am 16.02.2017

Am 16. Februar 2017 war Hinnerk Polenski im Forum der Sparkasse Ulm und hielt einen Vortrag zum Thema „Zen – Eine Einführung für Führungskräfte und Verantwortungsträger“.  Der Vortrag wurde organisiert von dem Serviceclub Soroptimist Club Ulm/Neu-Ulm , angeregt durch Sabine Mayer-Dölle, die im Vorstand des Clubs ist, sowie unterstützt von Annette Thierer als Vizepräsidentin des Clubs und Filialleiterin der Sparkasse und von vielen anderen Clubmitgliedern.
Die Veranstaltung war mit über 180 Personen sehr gut besucht und das Auditorium der Sparkasse bis auf den letzten Platz voll besetzt. Teilnehmer waren neben dem  Vorsitzenden des Sparkassenvorstands Herrn Manfred Oster auch mehrere Ulmer Unternehmer, viele Führungskräfte, Verantwortungsträger und weitere an Zen Interessierte. Selbstverständlich waren auch viele Teilnehmer unserer Ulmer Zendo anwesend. Die Begrüßungsreden wurden gehalten von Herrn Oster und von Angela Weißhardt, der Verwaltungsdirektorin des Theater Ulm in ihrer Rolle als Präsidentin des Clubs. Die Teilnehmer folgten gebannt den Ausführungen von Hinnerk zu Zen und Verantwortung für sich und andere. Als er gegen Ende seiner Rede zu einer kurzen Meditationsübung aufrief, fand diese unter großer Beteiligung statt. Danach stand er noch für weitere Fragen und Diskussionen zur Verfügung.

Am Vormittag fand ein Radiointerview in SWR4 mit Sabine Mayer-Dölle als Ex-Kulturbürgermeisterin der Stadt Ulm zu ihrem Weg zum Zen statt (siehe Links). Zusammen mit dem Interview in der Südwestpresse und den mehrfachen Veranstaltungshinweisen in der Südwestpresse hat es ebenfalls zu dem guten Besuch des Vortrags beigetragen.